Man muss auch loslassen können …

Ein etwas ketzerischer Titel in einem Blog, wo es um Langzeitarchivierung geht, aber ich stolperte gerade über einen Artikel, in dem das Verschwinden von sogenannten sozialen Inhalten aus dem Netz beklagt wird (http://ws-dl.blogspot.co.uk/2012/02/2012-02-11-losing-my-revolution-year.html).

In diesem Fall ging es um die ägytische Revolution und das spezielle Problem der ‘reposts’ auf aggregator Webseiten, aber ich sehe gerade die endlosen Twitter Prozessionen vor mir. Wenn wir mal das Bild des ‘globalen Dorfes’ bemühen, dann sind diese Instant Messaging Dienste doch wohl sowas wie Gespräche auf dem Wochenmarkt.

Nicht per se schlecht, oder gut, aber sicherlich nicht für die Ewigkeit gedacht. Das muss nicht mal abwertend sein, sondern zeigt lediglich den Anspruch der Kommunikation. Bin ich ‘chatter’, oder wird aus mir eine Idee in vielen Köpfen….

Vielleicht sollte man Webarchivierung prinzipiell erst nach einer Zeit von 3 Jahren beginnen. Was bis dahin überlebt hat, kommt in die engere Wertung für’s appraisal. Das würde evtl einen neuen <tag> mit sich bringen im Sinne von <permanent = 1> oder eben nicht. So könnten Autoren von sich aus auf erhaltenswerten Inhalt hinweisen und die Arbeit von beispielsweise dem Internet Archive erleichtern

Und wo ich gerade den Link zum IA raussuchte, fand ich ein Zitat auf deren Seite, mit dem ich diesen Beitrag beenden möchte in dem ich mit Blick auf das Vorabendprogramm sogar der ‘Öffentlich Rechtlichen’ ausrufe: Mit gutem Grund! Hier das Zitat: “Even now, at the turn of the 21st century, no comprehensive archives of television or radio programs exist.”

Dieser Beitrag stellt mehr noch als die anderen ausschließlich die persönliche Meinung des Autors dar.
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