Datenportale – Segen oder Fluch? Ein Bewertungsschema zur Nutzerfreundlichkeit.

Im Zuge der Diskussionen um Open Access – Pro und Kontra – wird neben dem freien Zugang zu wissenschaftlicher Literatur auch die Bereitstellung wissenschaftlicher Daten (Mess- und Modelldaten) ergänzt durch Metadaten im Internet gefordert                           (Berliner Erklärung 2003).

Gerade in den Geowissenschaften werden zunehmend Daten über sogenannte Datenportale zur Verfügung gestellt. Sie unterscheiden sich natürlich bezüglich Art und Umfang der angebotenen Daten. Aber auch die Nutzbarkeit dieser Datenportale ist sehr unterschiedlich. So werden zwar vermehrt Datensätze über das Internet verfügbar, der Vorteil gegenüber dem direkten Datenaustausch zwischen den Wissenschaftlern ist für den Nutzer aber nur gegeben, wenn die Datenbeschaffung, angefangen von der Recherche bis hin zum Download, einfacher und weniger zeitintensiv ist bei gleicher Qualität.

Im Rahmen des Projektes EWIG wurden diverse für meteorologische Fragestellungen relevante Datenportale hinsichtlich ihrer Nutzerfreundlichkeit bewertet.

Das Bewertungsschema umfasst

  • den Zugang (frei/mit Anmeldung/kostenpflichtig),
  • die Datenbeschreibung/Metadaten,
  • die Möglichkeiten zum Download (Browser/ftp/andere),
  • die Dokumentation des Portals an sich und
  • das Vorhandensein/die Qualität eines „Getting started“.

Letztlich wurden die vergebenen Punkte umgesetzt in ein 5 *-System, das ausschließlich Auskunft gibt über die Nutzerfreundlichkeit eines Datenportals. Aussagen zur Datenqualität bleiben davon unberührt.

Ergänzt wurden die zu bewertenden Faktoren der mit Webadresse aufgelisteten Datenportale um die Angabe der verfügbaren Daten, somit steht Wissenschaftlern und Studenten ein Hilfsmittel für die Datenbeschaffung zur ersten Orientierung zur Verfügung.

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