Fragebogenaktion – Basis zur Optimierung institutionellen Datenmanagements

Eine Fragebogenaktion zum Datenmanagement am Institut für Meteorologie der FU Berlin im Herbst 2012 diente der Bestandsaufnahme und Erforschung der Anforderungen und Bedürfnisse der Institutsmitglieder. Gleichzeitig bilden die Ergebnisse die Basis zur Optimierung des zukünftigen institutionellen Datenmanagements.

Fragen wie:

  • „Haben Sie sich schon einmal Gedanken zu einer Verbesserung Ihres persönlichen Datenmanagements gemacht?“
  • „Wie häufig verlagern Sie Daten aus dem Arbeitsbereich in einen Archivbereich?“
  • „Wo werden Daten von Ihnen archiviert?“
  • „Wie dokumentieren Sie Ihre Daten?“
  • „An welcher Stelle würden Sie zuerst aktiv werden, um das Datenmanagement zu
  • verbessern?“

sollten Aufschluss geben über die aktuelle Situation.

Es wurde deutlich, dass ein strukturierter Umgang mit Daten als sinnvoll und notwendig angesehen wird. Im Durchschnitt verbringen Wissenschaftler 50 % ihrer Arbeitszeit mit der Datenbe- und -verarbeitung. Hierbei nimmt die Recherche und Aufbereitung neben der eigentlichen Auswertung und Interpretation meist einen größeren Anteil ein als die Dokumentation und Archivierung nach Abschluss eines Projektes.

Grund für die mangelnde Nachbearbeitung ist in den wenigstens Fällen fehlender Speicherplatz, auch wenn die Datenmenge durch kontinuierliche Ergänzung nicht nur im Bereich des im 1-Minutentakt Daten liefernden Stadtmessnetzes ständig wächst. Ein Grund für die unregelmäßige oder gar nicht stattfindende Umlagerung von Daten in einen Archivbereich könnte ein fehlender vorgegebener Workflow sein, der diese Datenumlagerung vereinfachen und überschaubar machen würde, sodass hier die Bereitschaft zur Archivierung gesteigert wird.

Ein weiterer Grund ist die Verantwortlichkeit für Daten, die häufig im Bereich des Wissenschaftlers liegt, der, bedingt durch zeitlich begrenzte Projektstellen, am Ende seiner Anstellung gar keine Zeit mehr findet, Daten über die veröffentlichte Auswertung hinaus zu dokumentieren und von seinem Arbeitsplatzrechner in ein Langzeitarchiv zu überführen.

So wurden als Quintessenz der Fragebogenaktion auch drei Punkte vorrangig genannt, die im Rahmen eines institutionellen Datenmanagementes verbessert werden sollten: Dokumentation, Metadatenerfassung und Schulung.

Gerade der Wunsch nach Einweisung in das Thema Datenmanagement macht deutlich, wie hoch die Unsicherheit unter den Wissenschaftlern und der Bedarf an strukturierten Vorgaben sind. An diesen Stellen bietet das Projekt EWIG Ansatzpunkte: hier werden u.a. die Erstellung von Policies als auch die Entwicklung von Lehrveranstaltungen für Forscher als auch Studierende behandelt.

This entry was posted in Data Management Plan, Forschungsdaten, Langzeitarchivierung, ohne Kategorie, Projekte. Bookmark the permalink.

Comments are closed.