Neue Werkzeuge oder neue Besonnenheit?

Vor kurzem bin ich über einen Eintrag im Open Planets Blog gestolpert, der mich nicht recht loslässt. Es heißt da:

*If* our challenges are actually related to knowing about tools rather than formats, then a formal registry with a complex and rigid structure containing “facts” is probably not what we need. We want to know what experiences people have had in applying specific tools to actual data. What works, what doesn’t, and so on.

Viele Gespräche, die wir im Rahmen des Projekts geführt haben zeigen, dass jeder einzelne für seinen speziellen Ingestprozess sein eigenes Wissen aufbauen musste und dieses Wissen genau zu den im Moment verwendeten Tools passt. Gut, klar, verblüfft einen zunächst nicht besonders, aber wer die Fülle von verfügbaren Werkzeugen kennenlernt, fragt sich, warum haben die dieses tool genommen und nicht ein anderes?

Und wer neu in die Archivierungsszene kommt steht vor denselben Problemen, die andere bereits hatten. Ich weiß nicht, wie Ihnen ging, aber ich brauchte nicht selber auf die heiße Herdplatte fassen. Mir reichte die überlieferte Erfahrung.

Von daher gefällt mir Paul Wheatleys post ziemlich gut, fordert er doch einen regeren Austausch in regerer Sprache. Weniger vielleicht vom akademischen Ansatz, welches Werkzeug zur Analyse von PDFs wieviele Prozessorzyklen braucht und dafür mehr von der Sicht des Archivierenden, welches Tool zwar sehr elegant ist, aber absolut unbrauchbar, da die Fehlermeldungen nur mit JAVA Programmierkenntnissen zu verstehen sind.

Wir könnten jetzt natürlich ein neues Fass aufmachen und fragen wieviel Programmiererfahrung ein Archivar im digitalen Zeitalter besitzen muss, aber das spare ich mir für einen späteren Eintrag… : )

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